Das Woodford Reserve mit seinem Master Destiller Chris Morris guten Whiskey macht, ist jedem klar, der schon einen Woodford Reserve Destiller‘s Select oder gar eine Master’s Collection probiert hat. Vor kurzem hat Woodford sein Portfolio um den Woodford Reserve Rye erweitert.

Rye Whiskey in den letzten 10 Jahren

Rye Whiskey wurde in den letzten Jahren für viele Barkeeper und Genießer immer wichtiger. Alte Cocktail-Rezepte werden wiederentdeckt und immer öfter stellt sich dann die Frage, mit welchem Whiskey zur Zeit der Entstehung vieler Klassiker tatsächlich gemixt wurde. Und siehe da, der Rye Whiskey spielt bei vielen bedeutenden Drinks, wie dem Manhattan oder dem Sazerac eine große Rolle. Dementsprechend wächst die Nachfrage nach Rye Whiskey stetig.

Woodford Reserve Distillery

Die Woodford Destillerie befindet sich in Versailles. Einer Kleinstadt mit etwa 7000 Einwohnern. Sie ist der „County Seat“ des County’s Woodford, nach dem der Whiskey benannt ist. Schon 1812 wurde hier Bourbon hergestellt. Sie ist die kleinste und älteste noch in Betrieb befindliche Destillerie in Kentucky. Viel Handarbeit und Tradition machen die herrlichen Whiskeys von Woodford aus.

Woodford Reserve Rye

Der Rye von Woodford Reserve weist einige Besonderheiten auf. Zum Beispiel ist der Roggenanteil von 53% für einen Rye Whiskey verhältnismäßig gering. Der Mindestanteil liegt bei 51%. Dafür ist allerdings der Maisanteil mit 33% recht hoch. Gut so! Ich bin eher der Bourbon-Trinker und mag einen hohen Maisanteil im Destillat. Das macht den Whiskey süß und voll im Geschmack. Das Weniger an Roggen bedeutet auch weniger scharfe Ecken und Kanten im Geschmack des fertigen Produkts. Das ist auch meistens der Grund dafür, dass ich Rye ungern pur trinke. Und der Woodford Rye lässt sich unter anderem aus diesen Gründen super pur trinken. Aber zum Geschmack weiter unten mehr.

Dreifach in Pot Stills gebrannt

Pot Stills WoodfordDie Gärung aller Woodford Produkte findet branchenuntypisch in Zypressenholzbottichen statt. Wieder so eine Besonderheit, die Woodford zu einem so guten Whiskey macht. Er wird auch anders als die anderen Bourbon, die nur zweifach destilliert werden ein weiteres Mal in der Pot-Still gebrannt. Damit ist er der einzige amerikanische Whiskey, der dreifach destilliert wird.
Der Whiskey ist nicht nur zum Mixen geeignet. Er lässt sich auch hervorragend pur trinken. Bis jetzt kannte ich nur einen Rye, der für mich dafür in Frage kam. Das war der Jefferson’s Rye Aged 10 Years. Auch ein toller Whiskey. Und jetzt kommt die gute Nachricht, die mir die Entscheidung einfach macht, für welchen der beiden ich mich entscheide. Der Preis des Woodford Rye liegt unter dem des Jefferson’s. Also ein super Produkt zu einem sehr fairen Preis.

Aroma und Geschmack

Nun endlich zum Entscheidenden. Der Geschmack. Ich mag den Rye von Woodford. Er schmeckt mir einfach. Ein absolut rundes Destillat. Sauber gebrannt. In der Nase erinnert der Brand an eine Zigarrenkiste voller Äpfel. Also ein deutliches Zedernholzaroma. Natürlich leicht der typische Klebstoffgeruch. Ich liebe ihn. Im Mund spürt man deutlich den Alkoholgehalt von 45,2. Das ist gut so. Der Alkohol transportiert die fruchtigen Noten von Apfel und Birne. Ebenfalls dabei und ganz typisch für American Whiskey der Minzgeschmack. Das passt gut zu der trockenen Würze des Ryes. Der Woodford lässt sich hervorragend vermixen. Er ist eine Bereicherung für jeden Manhattan oder Sazerac Cocktail.
Der Woodford Reserve Rye ist wirklich ein toller Whiskey und für mich unter den Ryes einer der besten auf dem deutschen Markt.

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