Die Pina Colada ist einer der bekanntesten Cocktails auf dem Erdball. Es ist schwer zu sagen, was den Reiz des Cocktails ausmacht. Ich kann es mir nur so erklären, dass der Drink eine sehr große Portion Urlaubs-Feeling ausströmt. Ich habe mich auch schon selbst dabei ertappt, wie ich mir im Pool in der Sonne Spaniens vorstellen konnte, eine Pina Colada zu trinken. Zugegebener Maßen, viele Barkeeper mögen diesen Drink nicht. Aber warum?

Warum mögen sie die Barkeeper nicht?

Ich weiß gar nicht, ob die Abneigung an dem Drink selbst liegt. Kokos und Ananas ist für viele eine wohlschmeckende Kombination. Wird das Ganze dann noch mit einem leichten Rum auf Trinkstärke eingestellt, sind fast alle Frauen zufrieden. Aber eben auch nur fasst alle und auf jeden Fall kein Barkeeper, den ich kenne. Ich glaube, im Zuge der aktiven Weiterbildung der Barkeeper-Zunft in den letzten Jahren und dem verstärkten Entdecken alter vergessener Rezepte und Techniken, wirkt ein Drink wie die Pina Colada, die in den 80er Jahren in Deutschland so richtig groß einschlug, grob und einfallslos. Das liegt auch daran, dass der eigentlich ganz clevere Drink in Deutschland leider oft mit Kokossirup und Sahne gemacht wird. Die Sahne hat da aber mal gar nichts drin zu suchen und überlagert auch ganz einfach alle anderen Zutaten. Aber der Drink schmeckt halt so gut mit Sahne. Fett ist ja bekanntlich Geschmacksträger. Besser wäre es, den Drink mit Cream of Coconut herzustellen. Das ist eine Mischung aus Kokosfett, Kokosmilch und Rohrzucker. Dazu einen leichten Rum und einen guten Ananassaft. Dann ist der Drink selbst für einen Barkeeper nicht zu verachten.

Herkunft

Die bisher beste Zubereitung einer Pina Colada habe ich in der Bar der Kombüse Die Villa in Kiel erlebt. So wie es die Barcrew dort unter Nils Wrage gelernt hat, stelle ich mir eine Pina Colada  vor. Ganz entsprechend dem Ursprung des Drinks. Dieser soll angeblich auf Puerto Rico liegen. Der Cocktail soll 1954 im Caribe Hilton das Licht der Welt erblickt haben. Mittlerweile weiß man, dass das nicht der Wahrheit entspricht. Schon um die vorletzte Jahrhundertwende mixten pfiffige Barkeeper den frischen Saft einer Ananas mit Zucker und Rum. Da war die Idee Kokosnuss hinzu zu fügen dann nicht mehr so fern. Und das passierte auch schon vor 1954. Sorry Hilton!  Zurück zur Kombüse in Kiel.

Pina Colada

Pina Colada

Pina Colada mal anders – oder so wie sie sein sollte

Hier wurde eine ganze Ananas oben aufgeschnitten, das Innere ausgehöhlt, der Inhalt vom Strunken befreit und mit etwas Eis, weißem Rum und Creme of Coconut gemixt. Danach kam die fertige Pina Colada wieder in die hohle Ananas und war trinkfertig. Lecker. Ich weiß nicht, über welchen Zeitraum der Drink dort so zubereitet wurde. Aber das Beispiel zeigt, man kann eine Pina Colada auch anders herstellen und servieren und dabei auch bei hohem Gästeaufkommen schnell arbeiten und auf die Kosten achten. Die Gäste jedenfalls lieben d

 

en Drink wegen der Optik und viele werden sicher auch die bessere Qualität – wenn auch der Geschmack ungewöhnlich erfrischend ist – bemerken und bei einem Preis von 10,-€ kann sich der Barkeeper den Aufwand schon machen. Für die Party zuhause ist die Idee alle Male ein absoluter Hingucker.

 

Wenn es nicht so aufwendig und frisch sein soll hier das Rezept für die schnelle Pina Colada

Pina Colada Rezept

6cl weißer Rum

3cl Kokossirup

2cl Sahne

10cl Ananassaft

Alle Zutaten kräftig shaken oder wenn ein Blender oder Mixer vorhanden ist, damit zubereiten. In ein Sqaull oder Huricane Glas geben und mit einer Ananasscheibe und  einer Cocktailkirsche garnieren.

Wenn Cream of Coconut vorhanden ist, 4cl davon statt des Sirups und der Sahne verwenden. Der Drink wird genauso cremig bleibt aber schön frisch.

 

Bildquelle: Flickr / weekendpower

1 Comment

  1. […] Planter’s Punch – Swimming Pool – Hurricane – Coladas – […]

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