Alacran Blanco Tequila

Alacrán Blanco Tequila – Ein guter Tequila?

Was macht einen guten Tequila aus? Gibt es den einen richtigen und wahren Tequila? Die Frage lässt sich auf jede andere Spirituose übertragen und stellt sich hinsichtlich der täglichen Marktneueinführungen von Gin und Co. generell. Was macht einen neuen Whisky, Rum oder Tequila zu einem guten Produkt? Die Frage ist ziemlich einfach zu beantworten. Zwei ganz wichtige Faktoren müssen stimmen. Kann Alacrán Tequila die beiden Kriterien erfüllen?

Die Qualität einer Spirituose

Das Fundament einer guten Spirituose ist ihre Güte. Sie muss gut hergestellt sein. Das betrifft die ausgewählten Rohstoffe, die Verarbeitung, das Brennen, das Packaging und alles was je nach Herstellungsprozess noch dazugehört. Der zweite wichtige Faktor ist in Zeiten der unüberschaubaren Vielfalt eine gute Story. Eine Geschichte zum Schnaps, die einen an die Flasche und ihren Inhalt erinnert. Der Vollständigkeit halber muss ich noch erwähnen, wie man eine Spirituose auch ohne coole Geschichte ganz nach oben bringen kann. Das funktioniert natürlich mit Marketing und einem guten Vertrieb. Also mit einer Menge Geld und etablierten Strukturen.

Zurück zu Alacrán Blanco – Kann der Tequila in Hinblick auf die oben gestellten Fragen überzeugen? Was die Qualität der Spirituose angeht, kann sie mich überzeugen. Ehrlich gesagt gibt es selten neue Hochprozenter, die sich gleich wegen ihrer schlechten Herstellung disqualifizieren. Ebenso selten gibt es  Spirituosen, die einfach nicht schmecken. Das muss dann schon ein ultra süßer Beerenlikör sein, mit dem noch nicht einmal der kreativste Barkeeper etwas anfangen kann. Doch neue Tequilas sind meistens eine angenehme Bereicherung für den überschaubaren deutschen Markt. Allerdings schafft es Alacrán mich etwas mehr aus der Reserve zu locken. Ich mag ihn und trinke ihn gerne. Auch die Flasche macht einiges her. Matt schwarz und schlicht.

Tasting Alacrán Blanco Tequila

Der Alacrán Tequila ist äußerst mild. Sehr blumig und frisch im Aroma. Auch im Mund ist er weich aber trotzdem angenehm präsent. Alarcán schmeckt nach gekochten Agaven, hat eine dezente Süße und erinnert an Minze. Für einen Tequila ungewöhnlich entspannt. Dennoch bewahrt er sich den typisch ungestümen Agavengeschmack.

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Die Geschichte hinter einem Destillat

Kommen wir zur zweiten Disziplin, die eine moderne Spirituose meistern muss. Die Geschichte hinter der Marke. Auch hier kann Alacrán Tequila punkten. Ich frage mich sogar, warum aus der Geschichte nicht mehr gemacht wird. Die kann sich durchaus sehen, bzw. hören lassen. Es geht glücklicher Weise nicht um den letzten Mittelmeerurlaub oder einen im Exil lebenden britischen Offizier. Es geht um Leben und Tod. Ein mexikanischer Agavenbauer hat nach der Ernte seine Agavenpinas gesichtet und wurde dabei gleich von drei Skorpionen (Alacrán) gleichzeitig in die linke Hand gestochen. Weil drei Stiche selbst für einen Jimador zu viel sind, sah er keine andere Lösung, als sich die Hand mit seiner Machete ab zu schlagen. Ob die fantastische Geschichte wahr ist, kann heute natürlich niemand mehr bezeugen. Aber wer kann das bei Legenden schon. In Los Altos ist die Story wohl weit verbreitet. In Gedenken an den Bauern und die Alacránes wurde 2010 dieser Tequila geschaffen.

 

Alacrán Blanco iist seit 2016 in Deutschland erhältlich und eine echte Alternative zum bestehenden Tequila-Sortiment. Preislich liegt er ungefähr bei 40,- €. Das ist leicht über dem Durchschnitt aber vertretbar für das ungewöhnliche und spannende Produkt.

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